Stadtbibliothek Čelákovice

Městská knihovna Čelákovice

příspěvková organizace


Na Hrádku 1092
250 88 Čelákovice
tel. 326991515, 326993664
ředitelka: Naděžda Picková
e-mail: mestska@knihovna.celakovice.cz
web: https://knihovna.celakovice.cz
Na mapě: Mapy.cz, Google

Výpůjční doba
pondělí8:30 – 11:3013 – 18
úterý13 – 18
čtvrtek8:30 – 11:3013 – 18
pátek8:30 – 11:30

Pobočky městské knihovny

V Prokopě 1349
tel. 604 505 961
Výpůjční doba
1. úterý v měsíci: 9 – 11
každý čtvrtek: 13 – 18
Více
V Sedlčánkách
Zábranská 133
tel. 731 709 941
Výpůjční doba
každé úterý: 13 – 18
Více

Über die Bibliothek

Errichtunggsstelle der Stadtbibliothek Čelákovice ist die Stadt Čelákovice, die die Herstelungsurkunde herausgegeben hat, die das Hauptziel der Anstalt festlegt – Gewährleistung der allgemeinen Bibliotheks-und Informationsdienstleistungen. Die Stadtbibliothek ist eine Beitragsorganisation mit eigener Rechtssubjektivität. Durchführungsverordnung der Errichtungsurkunde ist die Organisationsordnung und an sie anknüpfende Arbeitsinhalte der Angestellten der Bibliothek.

In Übereinstimmung mit dem Gesetz Nr. 257/2001 Sb. (Bibliotheksgesetz) ist die Bibliothek in der Evidenz Kulturministeriums der Tschechischen Republik als eine Grundbibliothek unter der Evidenznummer 1194.

Gewährleistung der Dienstleistungen der Bibliothek legt die Bibliotheksordnung fest. Ihre Bestandteile sind Beilagen, Durchführungsrichtlinien und Erschlüsse, die spezifischen Bedingungen bei Bietung der Dienstleistungen der Bibliothek festlegen.

Die Preisliste der Dienstleistungen bestimmt die Höhe

der jährlichen Registration der Benutzer –
Erwachsene 150,- CZK
Studenten und Rentner 80,- CZK
Kinder 50,- CZK

und im Falle des Nichteinhaltens der Bibliotheksverordnung Sanktionierungsgebühre für Mahnungsbriefe und Bücherververluste. Im Einklang mit dem Bibliotheksgesetz werden die Grunddienstleistungen der Bibliothek kostenlos geboten.

Dienstleistungen: 

Verleiht Bücher auf 1 Monat
Zeitschriften auf 14 Tage
Gewährleistet Reservierung der verliehenen Bücher 
den Verleihdienst zwischen den Bibliotheken
Zustellung der Bücher in die soziale Pflegeanstalt
Zutritt zum Internet zum selbstständigen der
Herausfinden der Informationen.
Veröffentlich Allgemeine Informationen 
Regionale Informationen 
  - Persönlichkeiten des Regions
  - Kundmachungen der Stadt Čelákovice
  - Čelákovice und Umgebung
Bietet Angaben mit Hilfe des Rechners und Internetes
Beantwortet faktographische (allgemeine) Anfragen 
bibliographische Anfragen (aus den 
Informationsquellen der Bibliothek)
Veranstaltet Vorträge, Diskussionen und weitere kollektive Aktionen
Den Gesamkatalog der Fachliteratur der öffentlichen Bibliotheken findet man bei: http://www.skat.cz
Informationen über die Bibliotheken der Tschechischen Republik: http://www.knihovny.czhttp://www.nkp.cz und der Regionhttp://www.svkkl.czhttp://www.kmmb.cz 

Geschichte der Stadtbibliothek Čelákovice

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Die Stadtbibliothek in Čelákovice wurde als eine öffentliche Ortseinrichtung, auf Grund des Bibliotheksgesetzes aus dem Jahre 1919, im Jahre 1920 gegründet. Die Bibliothek hatte zwei Vorgänger, Büchereien, gegründet auf Anlass von Vereinen und Privatpersonen. Die erste von ihnen wurde 1864 errichtet, aber über diese sind nicht viele Berichte erhalten geblieben. Die zweite wurde 1886 von den damaligen Vereinen gegründet, vor allem von der "Občanská beseda", einem Verein mit starker patriotischen Orientierung und Fühlung. Es war eine öffentliche Bibliothek, die 300 Bücher angesammelt hat. Man kann also mit Recht behaupten, dass die Stadt Čelákovice eine reiche bibliothekarische Tradition hat.

Seit 1920 können wir die Tätigkeit unserer Stadtbibliothek systematisch verfolgen. Sie wurde von einem Bibliotheksrat verwaltet und Berichte über dessen Sitzungen geben uns gute und umfangreiche Informationen über die Entwicklung der Bibliothek. In 1930 hatte sie bereits etwa 1500 Bücher. Sie war im Gemeindehaus untergebracht, später dann im Gebäude der Bürgerschule. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges war sie in ihrer Tätigkeit sehr beschränkt. Seit 1945 war sie in einem Gebäude in der Stadtmitte neben dem ehemaligen Postamt, wo sie bis zum Jahre 1982 verblieb. In 1952 trat in die Dienste der Bibliothek die erste professionelle Bibliothekarin. Die Stadt wuchs sehr schnell in allen Bereichen an und Zahl der Leser der Bibliothek sogleich. Die Stadtbibliothek wurde seit 1973 eine regionale Zentralstelle für alle Büchereien der anliegenden Orte. Im Laufe der 70. Jahre wurden die Räume der Bibliothek ganz unausreichend und knapp, sodass der Betrieb bedroht war. Die Bibliothek verlieh damals jährlich 50.000 Bücher und Zeitschriften und die Ausleihe wurde an einer Theke abgefertigt, die gemeinsam für Erwachsene und Kinder diente. In 1979 entschied die Stadtverwaltung, dass die Bibliothek ein neues Gebäude bekommt. Es wurde ein Privathaus gekauft und 1980 sein Umbau eingeleitet. Am 1. März 1983 wurde die Bibliothek feierlich geöffnet und der Öffentlichkeit übergeben. 

Neue Bedingungen ermöglichten und ermöglichen seitdem der Bibliothek, verschiedene Formen der Bibliothekstätigkeit anzubieten. Seit 1984 arbeiten in der Bibliothek fünf profesionelle Bibliothekarinnen. Mit den Änderungen im politischen und wirtschaftlichen Leben in unserem Land änderten sich auch die Bedingungen der Arbeit der Stadtbibliothek und zwar vor allem in der Acquisition, beeinflusst durch die Transformation des Buchhandels und des Büchermarktes. Seit 1992 wurde die Stadtbibliothek zu einem selbstständigen Rechtssubjekt. Es wurde eine zweite Zweigstelle der Bibliothek eröffnet. Die Tätigkeit der Bibliothek ist erfolgreich, einstens dank den guten Bedingungen, die für sie der Errichter, die Stadt Čelákovice bietet, zweitens dank der vornehmen Arbeitsmoral und Enthusiasmus aller Mitarbeiterinnen der Bibliothek. Die Zufriedenheit der Leser und Benutzer mit den Dienstleistungen der Bibliothek beweist deren ständig anwachsendes Interesse um die bibliothekarische und Informationsdienste. 

In 1994 wurde für die Bibliothek der erste Computer angekauft. Es begann die elektronische Bearbeitung der Bücher in das Bibliothekssystem LANius. Im Jahre 2000 wurde feierlich die elektronische Ausleihe von Dokumenten eingeleitet. Die Bibliothek bietet heute elektronische Ausleih- und Informationsdienste. In den Jahren 2000 bis 2001 wurde in der Bibliothek ein umfangreicher Umbau mit Erweiterung der Kinderabteilung der Stadtbibliothek unternommen.

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Geschichte der Stadt Čelákovice

Die Stadt Čelákovice liegt im Elbetal nordöstlich von Prag. Das Orstgebiet ist schon seit der Jüngeren Steinzeit bis zur Gegenwart fast ununterbrochen besiedelt. Das bezeugen auch zahlreiche Funde von Ton und Metallgegenständen, Gräbern, Gerät u. ä.
Über den Ursprung und Gründung der Stadt Čelákovice gibt es keine genaue Nachrichten. Die erste schriftliche Nachricht stammt aus dem Jahre 1290, als die Stadt vom König Wenzel II. dem Kloster Sedlec bei Kutná Hora verkauft wurde. Es scheint aber, daß damals Čelákovice schon 200 Jahre ihrer Existenz ausweisen konnte. Etwa im Jahre 1300 wurde zum Eigentümer der Stadt das Kapitel in Sadská. In der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts ist Besitzen der Stadt Čelákovice František Rokycanský. In dieser Zeit war sie schon nachweisbar eine Stadt. Davon zeugt das erhaltene „Stadtbuch von Čelákovice“, eines der ältesten im Mittelböhmischen Bezirk.
Im 15. Jahrhundert hat sich eine Reihe von Feudalherren in der Verwaltung der Stadt gewechselt. Die letzten adeligen Eigentümer war der Stamm Kraiger von Kraig, Johanka, ihr Bruder Kundrát und sein Sohn Arnošt. Ihre Verwaltung brachte den Einwohnern Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. In der Zeit der Verwaltung des Stammes Kraiger erwarben die Čelákovice das Stadtwappen, das bis jetzt benutzt wird. Alle Mitglieder dieses Stammes waren Angehörige der Union der böhmischen Brüder, unterstützten sie, stellten sich dadurch in Ungunst des Königs und des katholischen Adels.
Später wurde Arnošt von Kraig wegen Teilnahme am Aufstand eines Teils des böhmischen Adels gegen Ferdinand I. zum Tode verurteilt. Er wurde dann zwar begnadigt, aber ein Teil seines Eigentums, einschließlich Čelákovice, wurde ihm konfisziert. Und so trug Čelákovice seit 1547 die Bezeichnung „Stadt der königlichen Kammer“. Durch Einführung von 4 neuen Ordnungen bekam Čelákovice „ein ansehnliches Antlitz“, wie darüber das erhaltene Grundbuch vom Jahre 1551 berichtet, das „Gedenkbuch mit der Schnalle“ gennant wird. Unter der Herrschaft des Stammes Kraiger wurde in Čelákovice der gelehrte Repräsentant der Union der böhmischen Brüder Matěj Červenka am 21. Februar geboren. Er war einer der vier Älteren der Union und zugleich ihr Sekretär.
Der Stadtkern der alten Stadt Čelákovice lag im Bereich des Kastells und der Kirche. Das Zentrum bildete aber der rechteckige Marktplatz und vier beiliegende Straßen. Aus dem Marktplatz führte die Straße Toušeňská, heute gennant Staňkovského, die am Stadttor endete. Auf die Gegenseite war es die Straße Mochovská, heute Sedláčkova. Sie endete im Bereich der heutigen Markthalle am Mochover Tor. Beide Stadttore wurden später abgerissen. Zwei weitere Straßen, senkrecht zu ihnen, waren die Farská, heute Kostelní und die Rybářská abgeschlossen durch die Elbe.
Stadtmauer hatten Čelákovice nicht, die Stadt bleibt im Charakter stets eine landwirtschaftlicher Ort. Der Stadtrand war durch Holzplanken geschützt, vor allem gegen Raubwild, das in nahen Wäldern lebte. Die Frondienste der Untertanen waren sehr gering. Die Hussitenkriege hat die Stadt glücklich Überlebt, aber der Dreißigjährige Krieg 1618-1648 war eine große Katastrophe und ein unermeßliches Leiden. Brände und Plünderungen, Erzwingungen von neuen und neuen Abgaben zum Unterhalt der Soldaten quälten die Stadt Čelákovice während des ganzen langen Krieges, beinahe bis zum sämtlichen Vernichten. Der Krieg endete mit dem Westphälischen Frieden im Oktober 1848. Die Bewohner von Čelákovice konnten aber noch lange nicht frei ausatmen und lebten in Armut eine Reihe von Jahren. Das Kastell hat indessen mehrere Eigentümer gewechselt. Endlich hat es die königliche Kammer gekauft.
Das 18. Jahrhundert brachte der Stadt eine neue Katastrophe. Im Jahre 1719 entstand aus Unvorsichtigkeit ein großen Brand, bei dem ein großen Teil der Stadt mit einer großer Zahl von vorwiegend Holzhäusern ausgebrannt ist. Die weiteren Jahre waren dann eine Zeit der Rekonstruktion, Wiederaufbau und Erweiterung. Es fand der Umbau der ursprünglich romanischen Kirche statt, im Barockstil wurde die Pfarrei erbaut und in ihrer Nachbarschaft wurde die alte Schule erneuert. Im Jahre 1787 wurde das neue Stadtviertel der Stadt gegründet - gennant Jiřina.
Das Leben in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat sich gar nicht von den Verhältnissen der vorhergehenden Zeiten unterschieden. Der vorwiegend landwirtschaftliche Charakter der Stadt hat sich nicht gewechselt. Viele Einwohner haben aber eine neue Beschäftigung in der Korbflechterei gefunden, die sich seit 1830 schnell verbreitete. Die Korbflechterei hatte auch große Exporterfolge gehabt, dieses Handwerk blühte beinahe 100 Jahre und hatte in der Entwicklung der Stadt eine bedeutende Rolle gespielt.
Trotz weiteren unangenehmen Ereignissen - Brände in den Jahren 1820, 1860 und 1865 - eine schlimme Epidemie von Cholera 1832 - wurden Voraussetzungen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt gestalten.
Das Stadtzentrum blieb baulich veraltet, die Mehrzahl der Häuser waren mit Strohdacher gedeckt, die so gefährlich bei Bränden waren. Nach dem großen Feuer im Jahre 1908 wurde der alte Teil der Stadt schnell erneuert. Das äußere Antlitz der Stadt Čelákovice hat sich allmählig den Neuerungen des 19. Jahrhundert angepaßt. Seit 1864 begann die nächtliche Beleuchtung der Straßen, einstweilen mit Petroleumlampen, seit 1910 mit elektrischen. Die Stadtbücherei wurde im Jahre 1864 gegründet, 1869 wurde das Postamt errichtet, 1874 der Telegraf, 1908 der Telephon. Die Eisenbahnverbindung mit Prag wurde im Jahren 1873 erbaut, mit Brandýs dann im Jahre 1897, 1892 wurde der Turnverein Sokol gegründet, die neue Volksschule wurde neben der alten im Jahre 1889 erbaut.
In die Kulturgeschichte hat die Stadt Čelákovice durch berühmte Landsleute eingeschrieben: neben dem bereits erwähnten Matěj Červenka wurde hier im Jahre 1699 Jan Zach geboren, der spätere berümte Komponist, der vor allem in Deutschland tätig war und im Jahre 1785 der Repräsentant der tschechischen nationalen Wiedergeburt Josef Vojtěch Sedláček, Tepler Premonstratenser und Pilsner Professor. Einen bedeutenden Einfluß aus das gesellschaftliche Leben der Stadt hat der Schriftsteller Josef Jiří Stankovský ausgeübt.
Der rasche Anstieg der Bewohnerzahl im 20. Jahrhundert war im engen Zusammenhang mit den Anfänger der Industrieunternehmen. Die landwirtschaftliche Stadt verwandelte sich in eine industrielle. Diese Entwicklung kann man mit einfachen Ziffern dokumentieren: außer drei Ziegeleien enstand im Jahre 1903 eine Fabrik für landwirtschafliche Maschienen, im Jahre 1906 die Stabenow-Fabrik (heutige Kovohutě A.G.), 1910 die Volman-Fabrik, die spätere TOS A.G.. Im Zusammenhang mit dem Aufbau von Fabriken an den Stadtränden hat sich in ihre Nähe auch der Aufbau von neuen Häusern konzentriert.
Das neue Rathaus am Marktplatz stammt aus dem Jahre 1911. Das Gebäude der Bürgerschule wurde im Jahre 1910 erbaut, das Sokol-Haus 1925, der neue Bahnhof 1928. Bekannt war das Flußbad Grado, errichtet im Jahre 1922. Dadurch wurde sehr das Geschäftsleben der Stadt entfaltet.
Am Anfang des Zweiten Weltkrieges hatte die Stadt Čelákovice bereits 6745 Einwohner. Heute ist Čelákovice ein geräumiges Gebiet mit Fabriken, Häusern und Straßen mit mehr als 10300 Bewohner.
Karla Peroutková
Stadtbibliotek Čelákovice

 
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